Kathrin Bahls

 
 

Schwimmen

Siege trotz verletzter Favoriten

05.07.2012 | 19:01 Uhr

Siege trotz verletzter Favoriten
 

Bei den Bezirksmeisterschaften im Schwimmen waren Athleten des SV Poseidon, des SC Hellas und vom SV Magellan in Marl am Start. Obwohl zwei Medaillen-Hoffnungen nicht schwimmen konnten, konnte sich die Ausbeute auf jeden Fall sehen lassen.

Der SV Poseidon musste vor dem Start eine Hiobsbotschaft verkraften: Mit Marvin Kunze konnte der beste Schwimmer wegen einer hartnäckigen Verletzung nicht mitwirken. Auch den SC Hellas traf das Verletzungspech: Lisa Fritz (Jg. 1998) war für sieben Starts mit guten Chancen auf Medaillen eingeplant, verletzte sich aber im Schulsport an der Hand und fiel ebenso aus.

Die starteten, machten ihre Sache dafür gut. für den SV Poseidon gab es am Ende fünf Siege zu bejubeln. Lars Krause holte sich überraschend den Titel über 200m Brust und landete damit in der offenen Wertung auf Platz vier. Dabei hatte Krauses Freund und Vereinskamerad Nils Stennei das Rennen lange dominiert, ehe ihm gegen Ende die Kraft ausging – er wurde Dritter. Über die 100m Brust waren die Kräfte umgekehrt verteilt, Stennei war über die kürzere Distanz stärker und holte sich den Jahrgangstitel deutlich vor Krause.

Alena Dreyden (Jg. 1998) verteidigte ihren Vorjahrestitel über 100m Brust in neuer persönlicher Bestzeit, über 200m Brust wurde sie Dritte. Weitere Titelgewinne gab es für den SV Poseidon in der Mastersklasse durch Ina Hohlweg und David Plempe.

Sina Lutz gewann ihre erste Bezirksmedaille. Die Zehnjährige schwamm über die 100m Schmetterling auf Platz zwei und sicherte sich somit Silber. Tobias Drescher (Jg. 1196) wurde trotz verletzungsbedingten Trainingsrückstands Jahrgangsdritter über die 100m-Freistil-Strecke.

 

Für den SC Hellas holte Merle Oberkönig den einzigen Titel. Sie siegte in ihrem Jahrgang 2002 über 100m Schmetterling. Florian Preischel (Jg. 1999) schwamm über 200m in dieser Disziplin bis auf Platz drei vor.

Und dann war da auch noch der Auftritt von Alina Broll für den SV Magellan. Bei ihrem ersten größeren Wettkampf verbesserte die Schwimmerin aus dem Jahrgang 2002 über beide Strecken, auf denen sie startete (100m und 200m Brust) ihre persönliche Bestzeit deutlich. Sie wurde Dritte über die 100m Brust und war mit dem vierten Platz über 200m die schnellste heimische Schwimmerin in diesem Rennen. Sie steigerte ihre Bestzeit dabei um fast neun Sekunden.

Auch ihrem Trainer Matthias Schnatmann, der Erster in der Altersklasse 45 wurde, gelang die Verbesserung seiner Zeit. Er will am kommenden Wochenende bei den NRW-Meisterschaften der Masters in Dortmund an den Start gehen, um das Südbad schon einmal für die Deutsche Meisterschaft in Augenschein zu nehmen.

Sebastian Schneider

 

 

SchwimmenStennei und Dreyden kehren mit Gold aus Gladbeck zurück

CASTROP-RAUXEL Mit zwei Goldmedaillen-Gewinnern in den Entscheidungen des Jahrgangs 1998 warteten die Schwimmvereine aus Castrop-Rauxel bei den Nordwestfalenmeisterschaften in Gladbeck auf: Nils Stennei (SV Magellan) und Alena Dreyden (SV Poseidon) siegten jeweils über 100 m Brust.Von Carsten Loos

Nils Stennei (SV Magellan) gewann eine Gold- sowie eine Silbermedaille in Gladbeck.

 (Foto: SV Magellan)
 
 
Bei seinem Debüt bei nordwestfälischen Titelkämpfen auf der 50-m-Bahn wartete Stennei mit zwei Bestzeiten auf: Bei seinem Sieg über 100 m Brust steigerte sich der Kurzbahn-Jahrgangsmeister um drei Sekunden auf 1:21,33 Minuten. Damit ließ er den zweitplatzierten Nils Peters (WF Dülmen) zwei Sekunden hinter sich. Lars Krause (SV Poseidon/1:26,46 Minuten) wurde Vierter.

Über 200 m Brust konnte Stennei seine Bestzeit aus dem April sogar um neun Sekunden auf 3:04,89 Minuten steigern, musste sich jedoch um eine halbe Sekunde gegenüber Mariano Messig (TuS Herten) geschlagen geben. Bronze ging an Krause (3:09,51), der das Feld bei der 100-m-Wende noch angeführt hatte, dann aber seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen musste.

SchwimmenZweiter Anlauf: Kunze und Co. bei den Bezirksmeisterschaften

CASTROP-RAUXEL Die nordwestfälischen Schwimmer nehmen am Samstag und Sonntag, 10. und 11. September, in Gladbeck ihren zweiten Anlauf zu den Bezirksmeisterschaften. Von den heimischen Vereinen schicken der SV Poseidon acht und der SV Magellan zwei Schwimmer ins Rennen. Die besten Chancen werden Marvin Kunze (SV Poseidon) eingeräumt.Von Carsten Loos

Das Aufgebot des SV Poseidon führt Marvin Kunze (Jahrgang 1992) als Jahrgangs-Titelverteidiger über 100 m Brust an.

Zudem war Kunze vor Jahresfrist Zweiter über 100 m Brust in der Offenen Wertung sowie Bronzemedaillen-Gewinner im "offenen" Bezirksfinale über 50 m Brust. In beiden Disziplinen ist Kunze mit der zweitschnellsten Zeit gemeldet.


Unterdessen debütiert Nils Stennei vom SV Magellan bei Bezirksmeisterschaften auf der 50-m-Bahn. Der Kurzbahn-Meister über 100 m Brust im Jahrgang 1998 geht über 100 m und 200 m Brust jeweils mit der zweitschnellsten Meldezeit an den Start.

Insgesamt schickt der SV Poseidon acht Schwimmer ins Rennen, die 32 Starts absolvieren sollen. Der SV Magellan ist mit zwei Schwimmern (3 Starts) vertreten. Der SC Hellas hat, im Gegensatz zum eigentlichen Meisterschafts-Termin im Juli, seine Athleten nicht gemeldet. "Da unsere Schwimmer in den Sommerferien kaum trainieren konnten", erklärte die Hellas-Geschäftsführerin Elke Hube, "haben wir beschlossen, nicht zu melden.

Im Juli waren die Titelkämpfe abgesagt worden. Wegen des schlechten Wetters hatte das Wasser des Solarfreibades in Münster nicht auf die notwendige Temperatur erwärmt werden können. Nun finden die Nordwestfalenmeisterschaften in Gladbeck in einer Traglufthalle statt.

Schwimmen – SV Magellan kontra Stadtsportverband : Das Ende einer langen Fehde

Castrop-Rauxel, 13.04.2011, Ralf Schacht

Sportlich erfolgreich war der SV Magellan in letzter Zeit immer wieder. Doch einen wichtigeren „Sieg“ landete der Schwimmverein jetzt vor dem Amtsgericht: Der SV Magellan kann nun doch Mitglied im Stadtsportverband (SSV) werden.

Die Dachorganisation der Castrop-Rauxeler Sportvereine hatte dem SV Magellan die Aufnahme verwehrt, wegen angeblicher Ungereimtheiten in der Vereinssatzung und in der Frage der Gemeinnützigkeit. Über zwei Jahre lang hatte sich der SV Magellan gegen diese SSV-Entscheidung zur Wehr gesetzt und letztlich den Klageweg eingeschlagen.

 

Nun habe die Amtsrichterin Marion Tschersich-Vockenroth bestätigt, dass der SV Magellan „bereits früher die Bedingungen für die Aufnahme in den Stadtsportverband erfüllte“, sagte Kathrin Bahls, die 2. Vorsitzende des Schwimmvereins, der im Jahr 2008 aus der „Schwimmschule Magellan“ in Recklinghausen-Suderwich hervorgegangen war. „Nicht nur den Mitgliedern des SV Magellan, auch den Vertretern des SSV bietet das Urteil eine klare Grundlage“, kommentierte Kathrin Bahls die Entscheidung des Amtsgerichtes. Der SV Magellan sei „nicht undurchsichtig, sondern klar strukturiert, mit Vorstand, Mitgliedern und einer gemeinnützigen Satzung“.

Mit der Entscheidung des Amtsgerichts scheint nunmehr das Ende einer längeren, unerfreulichen Auseinandersetzung zwischen beiden Parteien in Sicht. Nach Zustellung des Urteilsspruches kann der SV Magellan offiziell einen erneuten Aufnahme-Antrag stellen, den die SSV-Mitgliederversammlung dann zu bescheiden hat.

Der SV Magellan ist laut Kathrin Bahls „schon lange Mitglied im Landessportbund“, und wäre dann auch Mitglied im SSV. Damit könne der Verein auch Trainingszeiten beanspruchen. „Dem SV Magellan liegt es fern, den Castrop-Rauxeler Wassersportvereinen bestehende Trainingszeiten streitig zu machen“, erklärt Bahls. Der SV Magellan möchte gemeinsam mit den übrigen Vereinen und der Stadt nach einer fairen Lösung suchen. Dabei stehe das Wohl der Kinder im Vordergrund, so die 2. Vorsitzende des jüngsten und kleinsten Schwimmvereins der Stadt.

Letztes Wochenende hatte der SV Magallan beim 24. internationalen Schwimmfest in Dortmund reichlich Grund zum Jubeln gehabt. Neben zahlreichen persönlichen Bestleistungen gewannen Justin Henke (Jahrgang 2002) und Nils Stennei (Jg. 1998) jeweils drei Wettkämpfe.

 

 

Schwimmen: Dreyden und Stennei holen Gold bei den Bezirksmeisterschaften

CASTROP-RAUXEL In der Fußball-Bundesliga ist es der von Trainer Jürgen Klopp so hoch gelobte 88-er Jahrgang, der derzeit mit Borussia Dortmund die deutsche Elite-Klasse gründlich aufmischt; bei den nordwestfälischen Kurzbahn-Meisterschaften waren es die Schwimmer aus dem Jahrgang 1998, die für einen Medaillenregen bei den Castrop-Rauxeler Schwimmvereine sorgten: Dreimal Gold und zweimal Bronze war die Ausbeute der zwölfjährigen Europastädter bei den Titelkämpfen in Bottrop.Von Carsten Loos

 

Das T-Shirt nach vorn gewendet, um die Kunde vom ersten nordwestfälische Jahrgangstitel in die Welt zu tragen: Goldmedaillen-Gewinner Nils Stennei (Mitte) vom SV Magellan gemeinsam mit dem Zweitplatzierten Nico Tscherner (SG Gelsenkirchen/links) und dem Dritten Lars Krause (SV Poseidon).  (Foto: privat)

Alena Dreyden vom SV Poseidon schwang sich sogar zur zweifachen Bezirks-Jahrgangsmeisterin auf. Jeweils mit der zweitschnellsten Meldezeit auf den Startblock geklettert, schlug sie sowohl über 100 m Brust in 1:26,54 Minuten als auch über 200 m Brust in 3:05,99 Minuten als Erste an. Über 200 m fing die Poseidon-Athletin dabei noch Laura Dieckmann (SG Gladbeck) ab, die nach 100 m Metern fünf Zehntelsekunden vor Alena Dreyden gewendet hatte. „Alena hat den richtigen Ehrgeiz“, sagte SVP-Trainer Gert Krause-Joseph, „sie hat sich an Laura Dieckmann förmlich hochgezogen.“

Bei den gleichaltrigen Jungen war über 100 m Brust das Siegerpodest fest in Castrop-Rauxeler Hand. Nils Stennei vom SV Magellan sicherte sich bei seinem ersten Start bei Bezirksmeisterschaften überhaupt den Jahrgangs-Titel. Direkt nebeneinander schwimmend, steigerten Stennei und Lars Krause (SV Poseidon) ihre Bestzeiten um fast fünf Sekunden. Stennei gewann letztlich Gold in 1:25,18 Minuten, knapp sieben Zehntelsekunden vor Nico Tscherner (SG Gelsenkirchen) und Krause (1:26,73).

Erster NRW-Titel für SV Magellan

„Das ist der erste nordwestfälische Titel für den SV Magellan“, hieß es in der Pressemitteilung des erst zwei Jahre alten Vereins, „ein toller Abschluss nach einem erfolgreichen Wettkampfjahr.“ Krause-Joseph lachte angesichts der Medaillen von Dreyden und Krause: „Wir sind beinahe eine Brust-Mannschaft.“

Stennei rundete sein Bezirksmeisterschafts-Debüt mit dem dritten Platz über 200 m Brust ab. In 3:06,70 Minuten unterbot er seine alte Bestzeit um beinahe 18 Sekunden, musste aber auf den zweiten hundert Metern seinem enorm schnellen Anfangstempo Tribut zollen.

Der Magellan-Schwimmer ging in 1:28,64 Minuten, schneller als seine alte 100-m-Bestzeit, als Zweitschnellster seiner Jahrgangs-Konkurrenten an, und wendete sogar zwei Sekunden vor dem späteren Titelträger Tscherner, lag im Ziel dann aber 2,63 Sekunden hinter dem Gelsenkirchener. Krause wurde Fünfter (3:14,40).

Gold, Silber und Bronze für Marvin Kunze


Marvin Kunze (SV Poseidon), der in der Offenen Klasse ohne Altersbeschränkung diesmal ohne Bezirksmeister-Titel blieb, aber zweimal Silber gewann, wurde Erster in der Jahrgangsklasse 1991/92 über 100 m Brust (1:08,68) und 200 m Brust (2:42,89).

Über 100 m Schmetterling (1:04,92) ging Jahrgangs-Bronze an Kunze. Titelverteidiger Tobias Drescher (SV Poseidon) wurde Dritter im Jahrgang 1996 über 100 m Freistil. Das Trostpflaster für Drescher: Er steigerte seine Bestzeit um fast zwei Sekunden und schwamm in 1:00,54 Minuten erstmals dicht an die Minuten-Grenze heran.

Für die beste Platzierung des SC Hellas sorgte unterdessen Lisa Fritz. Sie schlug über 200 m Brust nach 3:15,86 Minuten als Fünfte des Jahrgangs 1998 an. Jan Schmidt-Hutten (Jahrgang 2000) wurde Sechster über 100 m Schmetterling (1:57,03).

Matthias Schnatmann siegt über 50m Brust

In den Masters-Konkurrenzen sicherte sich Magellan-Trainer Matthias Schnatmann den Titel in der Altersklasse 45 über 50 m Brust (36,49 Sekunden). Ulrike Segin (SV Poseidon/AK 30) gewann Silber über 50 m Schmetterling (47,54), 50 m Rücken (44,10) und 50 m Freistil (37,45).

Der SV Poseidon war mit neun Schwimmern (30 Starts) bei den Kurzbahn-Bezirksmeisterschaften vertreten. Der SC Hellas hatte fünf Athleten (9) gemeldet, der SV Magellan drei (5).

                                                                   

 

1. Recklinghäuser Kurz- und Mittelstreckenmeeting mit viel Lob bedacht

 

Recklinghausen: Hallenbad| RECKLINGHAUSEN. Am 23. bzw. 24. Oktober absolvierte der SV BLAU-WEISS Recklinghausen seinen bis dato größten Wettkampf. Viele hervorragende Schwimmer aus namhaften Vereinen sorgten für tollen Sport. Außerdem wurde die Chance des gut angesetzten Termins genutzt um die eigenen Bestzeiten zu verbessern, die die erforderliche Qualifikation für die anstehenden Landeswettbewerbe und der Deutschen Kurzbahnmeisterschaft bedeuteten.
Außerdem wäre zu bemerken, dass nicht nur die TOP Stars ihrer Favoritenrolle gerecht wurden, wie z.B. Kevin Nguyen von der SG Essen, der alle seine Finals gewann, sondern auch der kleinste und neu eingetragene Verein, der SV Magellan aus Castrop, mit insgesamt 14 Starts 10-mal aufs Treppchen und davon 4-mal als Erster in den Jungjahrgängen schwamm.
Der SV BLAU-WEISS erntete viel Lob für die sehr gute Organisation und gleichwohl die Zusage vieler anwesender Vereine für das kommende Jahr. Auf diesem Wege möchten wir uns bei allen Mannschaften für die exzellenten Leistungen, bei allen Funktionären, den Helfern und den Mitarbeitern der schreibenden Zunft bedanken, die ein solches Ereignis erst möglich gemacht haben.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Schwimmen - 3. Castroper Nachwuchsschwimmen : Lachen, Tränen und Versprechen

Castrop-Rauxel, 16.03.2010, Anja Herberg

 

Mit dem 3. Castroper Nachwuchsschwimmen veranstaltete der SC Hellas im frisch renovierten Hallenbad den ersten Wettkampf.

Die Badelatschen, die Badekappe und die kleine Schwimmbrille – alles in pink – sitzen super. Bei Maries erstem Schwimmwettkampf soll eben alles perfekt sein. Aufgeregt fiebert die Siebenjährige beim „Castroper Nachwuchsschwimmen” des SC Hellas ihrem ersten Start entgegen. Vielleicht wird es für sie der Beginn einer erfolgreichen Schwimmkarriere, für die Castrop-Rauxeler Vereine beginnt mit dem Wettkampf wieder das normale Vereinsleben.

„150 Abmeldungen hatten wir in den letzten Monaten”, sagt Heike Leinhäuser, Jugendwartin des SC Hellas. Erst seit einer Woche dürfen die heimischen Schwimmer wieder in „ihrem” Bad trainieren. Über ein halbes Jahr lang war das Hallenbad wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Kein Bad, keine neuen Mitglieder. „Wir konnten keine Nachwuchskurse und auch keine Aquafitness anbieten. So konnten die Abmeldungen nicht kompensiert werden”, erzählt Leinhäuser ernst.

Der Nachwuchswettkampf ist gut besucht. Auf den Tribünen sitzen lauter stolze Eltern. Rund um das Becken warten die Kinder auf ihre Starts. Marie, die für den SV Magellan startet, konnte am Abend vorher kaum einschlafen, so aufgeregt war sie. Seit einem halben Jahr schwimmt sie im Verein, hat dort ihr Seepferdchen, das Bronze- und Silberabzeichen gemacht. Ihren ersten Start meistert sie bravurös. Der Startsprung ist nicht zum Bauchplatscher geworden und am Ende war sie sogar vier Sekunden schneller, als ihr Trainer sie gemeldet hat. Sie strahlt über das ganze Gesicht.

Durch die Renovierungsarbeiten wurde den Schwimmvereinen einiges zugemutet. Die Logistik hat den Anspruch an gutes Training verdrängt. Wer fährt? Wieviele Kinder nimmt er mit? Das waren Fragen, mit denen sich alle Castrop-Rauxeler Vereine beschäftigen mussten.

„Als Trainerin muss ich heute beide Augen zudrücken”, sagt Heike Leinhäuser. Ihre Nachwuchsschwimmer müssten intensiv Technik trainieren, doch das ging aufgrund der Bedingungen nicht. „Deshalb habe ich allen gesagt, dass sie ihre Erwartungen nicht allzu hoch schrauben sollen.”

Die ersten Kinder steigen auf den Startblock. 25 Meter müssen sie schwimmen. Es gibt strahlende Gesichter, aber auch Tränen. „Wenn du den Pfiff hörst, musst du ins Wasser springen”, erklärt eine Trainerin. „Achso”, sagt das kleine Mädchen. Hätte sie das mal vor ihrem Start gewusst.

Für die Vereine ist ein eigener Wettkampf stets ein Höhepunkt. Durch die Meldegelder finanzieren sich die Klubs zum Teil. Doch diese Gelder werden in diesem Jahr gerade mal die Kosten des SC Hellas für Pokale, Urkunden und T-Shirts decken. Zusätzliche Einnahmen durch Kuchen- oder Salat- und Frikadellenverkauf gibt es nicht. Im Schwimmbad macht eine Cafeteria den Umsatz. Und so scheint eine Neuauflage noch offen zu sein: „Ob der Wettkampf auch im nächsten Jahr durchgeführt wird, steht noch nicht fest”, sagt die Geschäftsführerin Elke Hube.

Das Geschnatter der vielen Kinder füllt die Schwimmhalle. Für die erwachsenen Mitglieder der drei Vereine ist es wunderbar, die große Freude der Kinder zu sehen. Sie feuern ihre Kinder an, trocknen Tränen und versprechen, dass der nächste Wettkampf ganz bestimmt noch besser ausgeht – wenn das Bad nicht irgendwann wieder geschlossen wird.

     

  

Pokal-Premiere für SV Magellan
Von Carsten Loos am 18. Mai 2009 10:03 Uhr
CASTROP-RAUXEL Mit seinem Stadttitel über 50 Meter Brust sorgte Nils Stennei für die Premiere für den SV Magellan. Er gewann für den erst vor wenigen Monaten gegründeten dritten Schwimmverein in Castrop-Rauxel den Pokal des Stadtsportverbandes (SSV) für die punktbeste Leistung in bei der Jugend D (Jahrgänge 1996/97). Die Trophäe war der Lohn für seine Zeit von 43,78 Sekunden.

            

 

              

 

                                                                                                                                

        

 

 


powered by Beepworld